Willkommen

Bei der Hornussergesellschaft Frauchwil-Zimlisberg

Nach dem wir am letzten Wochenende die Hornränge knapp verpasst haben wollten wir unbedingt an diesem Wochenende unsere 2. Chance in diesem Jahr nutzen. Natürlich waren wir auch dieses Wochenende sicherlich nicht inter den Favoriten aber wie meist wussten wir dass wir mit einer sauberen Bilanz im Ries (keine Nummer) eine gute Change auf ein Horn haben.

Das Wetter war an diesem Wochenende verglichen mit dem letzten ja schon fast winterlich, die Temeraturen waren nicht über 20° und wir hatten immer wieder kurze, lästige Regenschauer zu ertragen.

Ziel war es natürlich auch die gute Schlagleistung vom Interkantonalen Hornusserfest in Oberlindach zu wiederholen und uns so die Chancen auf einen der ersten 3 Ränge, die mit einem Horn ausgezeichnet werden zu verbessern.

Der Wind blies an diesem Samstag heftig von Westen her, was gleichbedeutend mit Gegenwind war. Gegenwind, und vor allem starker macht die Hornusse in der Luft immer unberechenbar und so war 100%ige Konzentration im Ries gefordert.

Aber wir mussten zuerst am Bock unser können beweisen und es hiess Anschlagen gegen Obfelden auf Ries 6. Wie in dieser Saison schon oft bewarheitete sich auch heute dass wir am Bock sicherlich keine schlechtwetter-Hornusser sind. Mit einer äusserst bescheidenen Leistung, gelinde ausgedrückt, vielen Fehlstreichen und wenig Glanzpunkten beendeten wir den ersten Durchgang. Die Obfelder ihrerseits mussten bereits am Morgen 1 Nummer schreiben lassen und auch auf den anderen Spielfeldern purzelten die Nummern. Der enorm starke Gegenwind verhinderte lange Streiche, nur sehr selten hatten die hintersten Abtuer im Ries arbeit. So machten wir uns dann auf ins Ries um es besser zu tun als die anderen und das Ries sauber zu halten. Wir hatten keine grösseren Probleme die Hornusse zu sehen und dank der guten Konzentration der ganzen Mannschaft stand nach dem Anhornussen die 0 noch.
Nun war natürlich wie immer nach dem Anhornussen die Spannung auf die Zwischenrangliste gross, denn auch als wir im Ries waren sind die Nummern um uns rum doch recht häufig gefallen. Zu unser doch relativ grossen Verwunderung zeigte die Zwischenrangliste dann dass wir nach dem Anhornussen auf dem 1. Rang waren, dies trotz unser schlechten Schlagleistung, aber nur 2 Mannschaften, unser Gegner vom Nachmittag Lohn-Derendingen und wir, konnten den Vormittag ohne Nummer überstehen.

So hiess es denn für uns nach der kurzen Mittagspause auf Ries 1 anschlagen gengen Lohn-Derendingen. Die Changen auf einen der vorderen Ränge war für uns nun sehr gut, jedoch hiess es natürlich vor allem jetzt im Ries die Konzentration aufrecht zu erhalten. Aber natürlich auch am Ries wollten wir aufzeigen, dass wir zu mehr fähig sind.
Letzteres gelang uns leider auch im zweiten Durchgang nicht und wir konnten uns nicht steigern. Die Wetter- und Windverhältnisse waren nachwievor schwierig. Lohn-Derendingen liess gleich einer der ersten Streiche fallen und uns somit gingen wir ins Ries als einzige Mannschaft bis dahin ohne Nummer. Beruhigend war, dass wir auch jetzt nachwievor die Hornusse sehr gut sahen und meist doch sehr souverän abtuen konnten. In diesem Durchgang hatten aber auch wir doch 2-3 brenzlige Situationen zu überstehen, bei denen es auf die Einzelleistung einiger unser Spieler und Spielerinnen ankam. Da die Einstellung und der Kampfeswille aber heute bei uns wirkich zu 100% da war konnten wir auch diese unbeschadet überstehen.

Auch im 3. Durchgang gelieng es uns heute nicht unsere Schlagleistung zu verbessern, ja einige verbockten sogar im letzten Durchgang noch die intakten Chancen auf den Kopfkranz oder die Zweitauszeichnung. Vielleicht hatten heute einfach alle ihre Konzentration auf das Ries gelegt und konnten nicht umschalten am Bock, wo es im Gegensatz zum Ries auf die Einzelleistung eines jeden ankommt. Aber wie schon angedeutet ware es dieses Jahr nicht das erste Mal, wo wir bei schwierigen Wetterbedingungen unsere Leistung nicht abrufen konnten. Die Lohn-Derendinger liessen auch in diesem Durchgang wieder vom selben Speieler auf die fast gleiche Weise, and der annähernd gleichen Stelle eine 2. Nummer fallen. Aber um uns rum fiellen die Nummern zu Hauf, immer wieder sah man die Schiedsrichter ihre Hände anheben, was für die Hornusser immer schlimmes bedeutet.
Sichtlich angespannt stellten wir uns ein letztes Mal im Ries auf, aber auch die Motivation eines jeden Einzelnen war spürbar hoch, die schlechten Schlagleistungen wurden ausgeblendet und jeder wollte diesen 1. Rang verteidigen. Die Hornusse wurden wieder gut gesehen und es wurde um jeden Hornuss gekämpft, die Konzentration war im gegensatz zum letzten Samstag durchwegs bei 100% und die nötige Agressivität war bei allen vorhanden. Wir hatten nur eine kurze Schreckseckunde als einer der Lohn-Derendinger einen Hornuss im Tiefflug ins Ries slug, der Hornuss sich mehrmals überschlug und dann schlussendlich 30cm neben dem Ries aufschlug, sicherlich in dem Moment einer dieser Glücksmomente, die auch für Siege nötig sind, aber auch bei diesem Streich wurde gut reagiert und ich bin überzeugt, wenn er im Ries geblieben wäre, so wäre er abgetan worden. Die Nervosität eines jeden einzelnen nahm natürlich zusehens zu und kaum einer konnte noch eine Sekunde im Ries ruhig stehen bleiben (böse Zungen behaupten der Mannschaftsverantwortliche, sprich meine Wenigkeit wäre der schlimmste gewesen).
Als dann der letzte zählbare Streich geschlagen und abgetan wurde, war natürich die Freude im Team gross und die Erleichterung ebenfalls.

Heute hat uns eine geschlossene, starke Mannschaftsleistung zum Sieg in der 3. Stärkeklasse am NOHV Fest in Mülchi verholfen. Und wenn man berüchsichtigt was andere Hornusserkollegen und -Kolleginnen von anderen Mannschaften gesagt haben (Wir sind froh haben wir heute den Tag ohne Verletzung überstanden.... Das heute hatte mehr mit Selbstverteidigung denn mit Abtun zu tun gehabt), so können wir sicherlich umso stolzer sein auf unsere Leistung im Ries, waren wir doch dann nicht nur die einzige Mannschaft an dem Tag ohne Nummer, aber auch die nächstfolgenden hatten mindestens 2 Nummern zu verzeichnen, und es ging in unserer Stärkeklasse hoch bis zu 11 Nummern.

Als Mannschaftsverantwortlicher kann man hier an seine Frauen und Mannen nur sagen: "Klasse gemacht Mädels und Jungs, weiter so!"

Ich gratuliere noch den Kranzgewinnern:

76 Pkt. Schori Sandro
66 Pkt. Käch Markus (sein erster Kranz und das als Junghornusser)

und den Gewinnern der Zweitauszeichnung:

62 Pkt. Wegmüller Fabian
60 Pkt. Schori Rudolf